Big Talk

Big Talk

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr einfach etwas Neues lernen wollt oder euch interessantes Wissen aneignen möchtet? Manchmal schaue ich mir dann TED Talks auf Youtube an. Es gibt so viele interessante Themen, über die es dort Videos gibt und ich finde es viel anschaulicher und einprägsamer, ein Video zu schauen, als einen Artikel zu lesen. Das Video, das ich heut zufällig entdeckt habe, heißt “How to skip the small talk and connect with anyone” von Kalina Silverman. Kalina redet darüber, dass sie sich am Anfang von der Uni einsam gefühlt hat und ein Bedürfnis danach hatte, bedeutungsvolle Gespräche mit Menschen zu führen und nicht nur Small Talk. Deshalb hat sie ein Video darüber gemacht, in dem sie einfach zu Fremden geht und sie zum Beispiel fragt, was sie noch erleben wollen, bevor sie sterben oder was sie tun würden, wenn sie erführen, dass sie morgen sterben. Natürlich gibt es noch viele weitere tiefgründige Fragen, nicht auch nicht zwangsweise etwas mit dem Tod zu tun haben. Aber anstatt nur über das Wetter zu reden oder über andere oberflächliche Themen, die im Enteffekt keinen anderen Sinn haben, als irgendetwas zu sagen und die Stille zu füllen, kann man durch den Big Talk tatsächlich andere Menschen näher kennen lernen und einen kleinen Einblick in ihre Lebensgeschichte bekommen.

Mir ist es schon immer schwer gefallen, Small Talk zu halten; ich wusste einfach nicht, worüber ich mit jemandem Fremden reden soll und dachte, dass mich die Antwort wahrscheinlich auch nicht interessieren würde. Ich wollte auch lieber Gespräche führen, die mir wirklich einen Denkanstoß geben oder mich mit einer Person verbunden fühlen. Die Idee, dass man das auch mit Fremden möglich machen kann, finde ich wunderbar. Davor habe ich einen TED Talk darüber angeschaut, wie man mit fast jedem Menschen ins Gespräch kommen kann (7 ways to make a conversation with anyone), indem Malavika Varadan Menschen mit Büchern vergleicht – jeder von uns mit einer fesselnden und einzigartigen Geschichte. Diese Vorstellung finde ich fantastisch. Deswegen nehme ich mir jetzt auch ganz fest vor, das nächste Mal, wenn ich auf einer Party bin oder auf einer anderen Veranstaltung, auf der ich die Möglichkeit habe, andere Menschen kennzulernen, das auch zu tun und einfach eine tiefgründige Frage zu stellen. Ich kann mir wirklich vorstellen, dass man dadurch Menschen ganz anders begegnet und eine ganz andere Beziehung zu ihnen aufbaut. Und dann vielleicht auch nicht die Namen und Gesichter sofort wieder vergisst. Aber wie Kalina Silverman am Ende auch vorschlägt, ist es mit Sicherheit eine tolle Methode, um sich selbst besser kennen zu lernen und sich darüber klar zu werden, was man will und wer man ist. Sie hat ein Tagebuch angefangen, in dem sie jeden Tag eine andere Frage von Big Talk niederschreibt, z.B. wie ein perfekter Tag für sie aussehen würde. Dadurch kommt man auch ins Grübeln und beschäftigt sich mit seinen eigenen Wünschen und Ansichten auf eine tiefgreifendere Weise als zu denken, dass man diese oder jene Charaktereigenschaft hat. Man definiert sich auch nicht nur über seine Freunde und Dinge, die man bisher erlebt hat. Man lernt sich sogar möglicherweise auf eine neue Art und Weise kennen. Vielleicht merkt man, dass man zwar immer dachte, dass man sehr ehrgeizig ist und eine tolle Karriere machen will, der perfekte Tag sieht aber ganz anders aus.

Mögliche Big Talk Fragen, die ich super interessant finde:

Was willst du noch machen, bevor du stirbst

Welche Erfahrung hat dich am meisten geprägt

Wie sähe dein perfekter Tag aus

Was wäre die eine Frage, die du eine Weissagerin fragen würdest

Was bedeutet Erfolg für dich

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würde sich dein Leben von deinem jetzigen unterscheiden

Kalina hat auch eine Website www.makebigtalk.com, wo es noch viel mehr zu lesen und sehen gibt, unter anderem auch das Video, in dem sie das erste Mal einfach rumgelaufen ist und Leute gefragt hat, was sie noch machen wollen, bevor sie sterben.

Ich nehme mir auf jeden Fall vor, häufiger so interessante Fragen zu stellen, wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass dann am Ende sicher gefragt wird “Und du?”

 

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